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2008

Meiringen, Galerie Englische Kirche
 
Bewegende Landschaftsbilder - Landschaften in der Kirche

Meiringen | 25. August 2008 Ro Milan stellt in der Galerie Englische Kirche aus Ro Milan malt bereits seit seiner Kindheit. Mit den Jahren hat er seine Leidenschaft für die Malerei intensiviert und sich vermehrt auf Landschaften konzentriert. Nun zeigt er seine Bilder erstmals in Meiringen. Ro Milan zeigt in der Galerie Englische Kirche in Meiringen seine Werke. Ro Milan, der Künstler aus Chiasso, stellt in der Galerie Englische Kirche in Meiringen aus. Milan ist sehr erfreut darüber, seine Werke auch in der Deutschschweiz zeigen zu können. In der kleinen Englischen Kirche auf dem Konkordiaplatz in Meiringen füllen seine Werke mit ihren starken Farbkombinationen von Grün-Ocker-Violett-Gelb den Raum aus. Vonehmlich malt Ro Milan Landschaften. «Es sind reale Landschaften, diese Orte existieren wirklich», so der Maler. «Ich ordne sie einfach neu.» Ro Milan versucht eine «dramatische Harmonie» aufzubauen, wie er selbst sagt. In der Tat strahlen, die Bilder Ruhe aus, bleiben aber trotzdem beweglich – vor allem die Einzelstudien von Blättern, Bäumen und Berggipfeln sind einer starken Bewegung unterworfen. In den Blau-, Pink-, Gelb- und Grüntonen wirken sie surreal, wie Traumbilder. Meine Landschaften könnten überall sein, sie sind aber real und an einem Ort verankert», sagt Ro Milan. Farben im Vordergrund In diesem Zusammenhang erinnert Ro Milan an den belgischen Maler René Magritte, besonders die isolierten Darstellungen von Bäumen, die aus dem Bild herausgefiltert wirken. Die überrealistische Darstellung verfremdet den Gegenstand. In seinen Landschaftsbildern führt der Tessiner diesen Gedanken weiter. Er räumt die reale «chaotische» Naturlandschaft auf, ordnet sie in Farben und Formen geometrisch an, entsorgt unnötige Details. Beinahe beamtenhaft führt er diese Aufgabe aus. Die saubere Anordnung erweckt aber nicht Sterilität, sondern lässt die Farben in den Vordergrund treten: «Ich versuche, durch mehrere Schichten den Farben Intensität und Tiefe zu geben», sagt Ro Milan. Gleichzeitig sei er aber um Transparenz bemüht, so dass jede Farbschicht im Bild lebendig bleibe. Durch die kräftigen Farben wird das Surreale der geometrischen Bilderlandschaft verstärkt. Alberto Nessi, freischaffender Schriftsteller und Publizist, beschreibt Ro Milans Bilder als Traumbereiche, als Parallelwelt zum Alltag, die sich der Gewalt und dem Getöse der Welt entgegenstelle. «Konkrete» Traumwelten auslösen Wenn Ro Milans Bilder Traumwelten darstellen, dann wiederum so, wie René Magritte diese Traumwelten verstanden hat. Magritte sprach von selbstgewollten Träumen, in denen nichts so vage sei, wie die Gefühle, die man habe, wenn man sich in den Schlaf flüchte. Träume, die nicht einschläfern, sondern aufwecken wollen. Ro Milans Bilder wecken durch ihre Weite, dadurch, dass er das natürliche Chaos aus dem Bild geräumt hat, Gefühle und Assoziationen. Er löst bei jedem seine eigene «konkrete» Traumwelt aus. «Ein Freund von mir hat nach einer Reise nach Südamerika behauptet, er habe eine meiner Landschaften in Argentinien gesehen», so der Künstler. Er selbst sei aber noch nie in Argentinien gewesen. Seine Landschaften seien an einem Ort verankert, doch sie könnten überall sein, sagt Milan – auch in Meiringen.

Gabriella Massimi (Jungfrau Zeitung)    

 

 

Landschaften in der Kirche Einen Monat lang sind im schlichten Raum der Englischen Kirche schlichte Gemälde von gewaltiger und gleichzeitig stiller Farbkraft zu sehen: Öl- und Temperabilder von Ro Milan, einem ehemaligen Bankangestellten. Die Ebenen, die flachen, ruhigen Landschaften, die uns Roberto Milan schildert und die er — wenn überhaupt — mit fast zum Symbol vereinfachten Bäumen akzentuiert, sind bloss eine Seite des Künstler; die andere findet man in seinen kleinen Bergbildern. Er liebt die Berge, und er malt sie gerne. Da überrascht es nicht, dass Milan der Gilde Schweizer Bergmaler angehört - seit ihrer Gründung 1988 in Grindelwald. Und es überrascht auch nicht, dass eine respektable Grindelwalder Abordnung der Vernissage beiwohnte, angeführt von Ida Sutter. Sie hatte mit ihrem verstorbenen Gatten 1989 die Emil-und-Ida-Sutter-Stiftung mit dem Ziel gegründet, eine möglichst vollständige Sammlung von Werken aller bedeutenden Schweizer Bergmaler anzulegen, und dafür die eigene Sammlung mit weit über 100 Werken eingebracht. Ro Milan wurde 1937 im piemontesischen Tortona nahe bei Alessandria geboren und kam als Neunjähriger nach Chiasso, wo er seither lebt und arbeitet. Zu seinen besten Freunden gehört der drei Jahre jüngere Tessiner Schriftsteller Alberto Nessi, der seine Jugendzeit ebenfalls in der Grenzstadt Chiasso verbracht hatte. Über sie, Roberto und seine Malerei schrieb Nessi: «Die künstlerische Ausbildung von Roberto Milan erfolgte in Chiasso. Es war eine nicht akademische und für alle Einflüsse offene Ausbildung. Chiasso ist ein kleiner Hafen, von dem aus man leicht den Anker gegen Süden lichtet. Und wenn wir die Ölbilder, Pastelle und Tempera von Milan betrachten, entdecken wir den positiven Einfluss, das Abenteuer zwanzigstes Jahrhundert und ganz allgemein die von metaphysischer Ruhe und dem Zauber des Zwischenlichts geprägte italienische Kunst.» Und weiter: «Die metropolitane Entfremdung hat in ihm keine Spuren hinterlassen, er atmet in offenen, man könnte sagen, ausserhalb der Zeit liegenden Räumen, so sehr sind diese frei von menschlichen Spuren. Räume, geordnet von einem sensiblen Blick für Geometrie und – in den Werken, die ich am liebsten habe, – von einer leichten Melancholie verschleiert.»

André Hug (Berner Zeitung

   



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